Ärzte Zeitung online, 31.07.2012

Wehen

Versicherung muss Reiserücktritt zahlen

MÜNCHEN (bü). Bucht eine schwangere Frau für sich, ihren Mann und den Sohn eine Reise nach Griechenland - hier für 2.500 Euro - und schließt sie eine Reiserücktrittskostenversicherung ab, so muss diese die Stornokosten bezahlen, wenn die Familie die Reise wegen plötzlich auftretender Komplikationen bei der Frau absagt.

Die Versicherung kann nicht argumentieren, eine Schwangerschaft sei keine Erkrankung und sie sei ferner bereits bei der Buchung bekannt gewesen.

Verlief die Schwangerschaft bis kurz vor der Abreise komplikationslos und treten dann unerwartet Wehen auf, so muss die Versicherung leisten - vorausgesetzt, es liegt ein medizinisches Attest vor, das "von der Reise abrät". Das war hier der Fall.

Az.: 224 C 32365/11

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Antibiotika gegen Rückenschmerzen

Verursachen Bakterien heftige Bandscheiben-Beschwerden? Für Forschungen zur Behandlung von Rückenschmerzen mit Antibiotika wurde jetzt der Deutschen Schmerzpreis verliehen. mehr »

Ethikrat sucht nach dem goldenen Mittelweg

Wann ist eine medizinische Zwangsbehandlung fürsorglicher Schutz, wann ein unangemessener Eingriff? Diesen Fragen widmet sich aktuell der Deutsche Ethikrat. mehr »

Ein Wettbewerbsverbot ohne Entschädigung ist ungültig

Wettbewerbsverbot ohne Karenzentschädigung? Das geht nicht, urteilt das Bundesarbeitsgericht. Ist das im Arbeitsvertrag dennoch so vorgesehen, können Arbeitnehmer nachträglich aber kein Geld einklagen. mehr »