Ärzte Zeitung, 28.01.2013

Überschüsse

Lebensversicherer geraten unter Druck

KÖLN. Die klassische Lebensversicherung verliert nach Schätzung der Ratingagentur Assekurata weiter an Attraktivität. Bei 58 der 66 Versicherer, die die Agentur untersucht hat, müssen sich Neukunden mit deutlich geringeren Überschussbeteiligungen abfinden als ein Jahr zuvor.

Auch der Garantiezins von 1,75 Prozent für Neuverträge ist nach Meinung der Experten kaum zu halten.

Für 2013 senkten die Versicherer der Studie zufolge für neue Verträge die laufende Verzinsung, die aus dem Garantiezins und der laufenden Überschussbeteiligung besteht, durchschnittlich um 0,3 Prozentpunkte auf 3,61 Prozent.

Zusätzlich zahlen Lebensversicherer am Ende der Laufzeit einen Schlussüberschuss und eine Beteiligung an den Bewertungsreserven. Im Schnitt werden laut Assekurata 90 Prozent der Beiträge angelegt. Risikoschutz und Verwaltung kosteten zehn Prozent.

Je nach Überschüssen und Kosten könne der Vertrag eines guten Anbieters doppelt so viel Rendite bringen, erklärte die Agentur.Die historisch niedrigen Zinsen an den Finanzmärkten machten es den Versicherern immer schwerer, die Renditen für ihre Kunden zu erwirtschaften.

Die Unternehmen müssten 2013 voraussichtlich vier Milliarden Euro für Altverträge zurücklegen, deren Kunden noch Ansprüche auf eine Mindestverzinsung von bis zu vier Prozent haben, so die Assekurata. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Top-Meldungen

Die erstaunliche Wandelbarkeit des menschlichen Gehirns

Älteren Menschen fällt es oft schwer, sich im Alltag zurechtzufinden. Das Gehirn entwickelt jedoch erstaunliche Strategien, um dem Alterungsprozess entgegenzuwirken. mehr »

Diabetiker weiter schlecht versorgt

Viele Patienten mit diabetischem Fuß werden in Deutschland zu spät zum Spezialisten überwiesen und in Kliniken wird viel zu schnell amputiert, kritisieren Experten. mehr »

Doktorspiele unter Medizinstudenten

Aggressivität, Angst und Ablehnung - wie geht mal in schwierigen Situationen als Arzt mit Patienten um? An der Uni Bonn üben Medizinstudierende das mit professionellen Schauspielern. mehr »