Ärzte Zeitung, 12.03.2014

Der Kommentar zur PKV

Preisvergleiche bringen wenig

Von Ilse Schlingensiepen

Vergleiche der verschiedenen Angebote in der Krankenversicherung erfreuen sich großer Beliebtheit. Entweder stehen die Unterschiede zwischen gesetzlichen und privaten Krankenversicherern auf dem Prüfstand, oder es wird analysiert, wer innerhalb der beiden Systeme am besten abschneidet.

Der Informationsbedarf zum Thema ist groß, gerade beim Wechsel von der GKV in die PKV geht es um eine folgenschwere Grundsatzentscheidung. Mehr als eine grobe Orientierung darf aber niemand von solchen Erhebungen erwarten, dafür sind sie oft zu subjektiv gefärbt.

Wichtig ist, dass die wesentlichen Unterschiede der Systeme oder der Anbieter deutlich werden und dass der Versicherte erfährt, worauf er achten muss.

Die Vergleiche kommen zu verschiedenen, zum Teil widersprüchlichen Ergebnissen, je nachdem von welcher Prämisse die Verfasser ausgehen. Auch das belegt, dass Kunden sie mit Vorsicht genießen sollten.

Viele Untersuchungen nehmen auch die Beiträge in den Blick. Das ist häufig ihr größter Schwachpunkt. Eine solche Momentaufnahme hat bei einem Thema wie der Krankenversicherung wenig Sinn, zu groß sind die Unwägbarkeiten.

Die Botschaft aller Vergleiche sollte eigentlich sein: Die Wahl des Krankenversicherungs-Schutzes darf nicht vom Preis abhängen.

[12.03.2014, 13:33:34]
Carsten Windt 
Kein homogener Markt
Der Vorteil der PKV (Individualität) ist auch ihr größter Nachteil. Es ist eben kein 08/15-Produkt was alle gleich anbieten.
Schlimm ist nur wenn angebliche seriöse Vergleiche (etwa Stiftung Warentest) nicht erkennen wenn aktuelle Tarife eines Unternehmens noch mit 3,5% Garantiezins kalkuliert sind und dadurch vermeintlich günstig dastehen. zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »