Ärzte Zeitung, 14.10.2014

Kommentar zum PKV-Leitfaden

Schon lange überfällig

Von Ilse Schlingensiepen

Die privaten Krankenversicherer feiern sich für einen großen Wurf. Der PKV-Verband hat einen Leitfaden zum Tarifwechselrecht der Kunden erarbeitet und damit eine der größten Baustellen der Branche in Angriff genommen.

Werden die neuen Leitlinien umgesetzt, verbessert sich tatsächlich einiges für die privat Krankenversicherten, die mit ihrem Tarif nicht mehr zufrieden sind. Allerdings ist dieser Fortschritt nicht etwa eine großzügige Geste der Branche. In weiten Teilen setzen die Unternehmen damit endlich um, was das Gesetz schon lange von ihnen verlangt.

Allerdings haben sich viele Versicherer bisher nicht daran gehalten - was ihnen Druck seitens der Politik und der Verbraucherschützer eingebracht hat. Vor allem darauf reagiert die PKV mit ihrer Initiative.

Die Weitsichtigen in der Branche haben schon länger den Handlungsdruck erkannt. Doch wie so oft in der PKV war es schwer für sie, eine Mehrheit hinter sich zu scharen. Die Gegner einer Reform sitzen vor allem in den Unternehmen, die sie besonders nötig hätten.

Auch an dem aktuellen Vorstoß beteiligen sich nicht alle Versicherer. Es bleibt nur zu hoffen, dass das gute Beispiel der anderen sie langfristig zur Räson bringen wird und sich auch für ihre Kunden die Tariffesseln lösen.

Lesen Sie dazu auch:
PKV-Leitfaden: Tarifwechsel leicht gemacht

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So viel jünger und attraktiver macht Facelifting

Wer sein Gesicht straffen lässt, will in der Regel jünger und dynamischer aussehen. Das scheint tatsächlich zu klappen. mehr »

Niedrig dosiert starten und langsam erhöhen!

Die neue Gesetzeslage zur Verordnung von Cannabis auf Kassenkosten ist beim Schmerz- und Palliativtag begrüßt worden. Ärzte mit Erfahrung mit Cannabinoiden loben vor allem den Erhalt der Therapiefreiheit. mehr »

Obamacare bleibt!

Blamage für US-Präsident Donald Trump: In letzter Minute zogen die Republikaner die Abstimmung über die geplante Gesundheitsreform zurück. Gerade auch, weil die Zustimmung aus den eigenen Reihen fehlte. mehr »