Ärzte Zeitung, 25.06.2015

Elementarschäden

Eine Schlappe für die Versicherten?

NEU-ISENBURG.Eine Pflichtversicherung für Elementarschäden ist zunächst nicht in Sicht. Denn dieser haben die Justizminister der Länder auf ihrer Frühjahrskonferenz in Stuttgart mehr oder weniger eine Abfuhr erteilt. Und genau dafür hagelt es nun Kritik vom Bund der Versicherten e.V. (BdV).

Als "vertane Chance" bezeichnet der Verband die nicht eingesetzte Pflicht. Denn mit der Einführung einer verpflichtenden flächendeckenden Elementarschadenversicherung hätten viele Verbraucher endlich Zugang zu diesem Versicherungsschutz bekommen, heißt es in einer Mitteilung des BdV.

In der jetzigen Situation sei der Schutz zuweilen unerschwinglich oder gar nicht erst erhältlich. "Mit einer Versicherungspflicht wären die Versichertenkollektive groß genug, um einen flächendeckenden Schutz anbieten zu können.

So lassen die Politiker die Verbraucher aber wortwörtlich im Starkregen stehen", sagt BdV-Vorstandssprecher Axel Kleinlein. (reh)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Epidemiologische Kaffeesatzleserei?

Verursacht oder verhindert der Konsum von Kaffee Krankheiten? Die Klärung solcher Fragen zur Ernährung ist methodisch ein richtiges Problem. mehr »

Trotz Budgetierung gute Chancen auf Mehrumsatz

Seit vier Jahren steht das hausärztliche Gespräch als eigene Leistung im EBM (03230) . Immer wieder ist daran herumgeschraubt worden. mehr »

Erstmals bekommt ein Kind zwei Hände verpflanzt

Ein achtjähriger Junge mit einer tragischen Krankheitsgeschichte bekommt zwei neue Hände. Die Op ist ein voller Erfolg: Anderthalb Jahre später kann er schreiben, essen und sich selbstständig anziehen. mehr »