Ärzte Zeitung, 24.04.2007

Fortbildung in Niedersachsen - viele Angebote

HANNOVER (cben). Die Zahl der Anerkennungsanträge für Fortbildungen ist in Niedersachsen im vergangenen Jahr auf das Rekordhoch von 21 500 gestiegen. In diesem Jahr werden sogar noch mehr Anträge erwartet.

"Die Zahl ist explodiert", bestätigte Thomas Suermann, Vorsitzender des Fortbildungsausschusses in der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN).

Die Ablehnungsquote lag unter einem halben Prozent, teilte die ÄKN mit. Im Jahr 2005 zählte man in Hannover noch 8500 Anträge, davor 6000 und anfangs nur 3700. Eine Änderung des Trends ist nicht abzusehen. "Bis Februar 2007 haben uns schon 9000 Anträge erreicht. Das werden hochgerechnet 40 000 Anträge in diesem Jahr sein", erläuterte Suermann. Er erklärte die Entwicklung mit der gesetzlichen Pflicht, in fünf Jahren 250 Fortbildungspunkte zu erreichen und mit dem Zertifizierungsgebot. "Besonders die Zahl der Qualitätszirkel hat sehr zugenommen".

Die schiere Masse bringt bereits die Mitarbeiter der Akademie für ärztliche Fortbildung in Hannover bei der Bearbeitung der Anträge in Bedrängnis. "Ab 2008 werden wir nur noch elektronisch übermittelte Anträge annehmen", kündigte Suermann an.

In Zukunft wolle auch die Ärztekammer mehr Fortbildungsveranstaltungen anbieten, hieß es. Für den Herbst ist ein Arzneimittelsymposium im Ärztehaus Hannover geplant.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »