Ärzte Zeitung, 29.06.2009

Bayern

Nur die wenigsten reißen die Latte

In Bayern müssen zum Stichtag 30. Juni genau 19 121 Vertragsärzte den Nachweis erbringen, dass sie ihre gesetzliche Fortbildungspflicht erfüllt haben. Nach Angaben der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK) haben zum Stichtag 22. Juni bereits 15 678 Vertragsärzte die geforderten 250 CME-Punkte erreicht. 2058 Ärzte haben zwischen 150 und 249 Punkte.

Zusätzlich zu den 15 153 Vertragsärzten, die über die BLÄK bereits an die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) gemeldet wurden, haben sich nach einer inoffiziellen Schätzung der KVB etwa 700 Vertragsärzte direkt an die KVB gewandt und dort ihre Punkte eingereicht. Die BLÄK rechnet damit, dass sich vor dem 30. Juni noch hunderte Ärzte melden und Fortbildungsnachweise überwiegend in Papierform einreichen werden.

Gelegentlich ist es vorgekommen, dass Arztehepaare ihre Nachweise zusammen in einem Kuvert eingeschickt haben, was nicht immer sofort aufgefallen ist und deshalb zu einer nachträglichen Bearbeitung führte. Es gab auch einige Krankenhausärzte, die keine Kassenzulassung haben und die Fortbildungsnachweise an die KV schickten. Dort konnte man dann verständlicherweise damit nichts anfangen.

Verzögerungen ergeben sich den Angaben zufolge auch dadurch, dass einige Kassenärzte ihr Fortbildungs-Zertifikat noch nicht beantragt oder die Einverständniserklärung für die elektronische Übermittlung des Fortbildungs-Zertifikates durch die BLÄK an die KVB noch nicht abgegeben haben. (sto)

Lesen Sie dazu auch:
Die allermeisten Ärzte haben 250 CME-Punkte für die Fortbildung zusammen
CME: Die meisten Ärzte waren erfolgreich beim Punktesammeln

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:
Übers Ziel hinausgeschossen?

Lesen Sie auch:
CME: Die fehlenden Punkte schnell online holen!

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hypertonie in jungen Jahren erhöht Risiko für den Nachwuchs

Das Alter, in dem sich ein Bluthochdruck manifestiert, beeinflusst nicht nur die persönliche Prognose eines Patienten, sondern wohl auch das Erkrankungsrisiko seiner Kinder. mehr »

Medienanamese künftig Bestandteil der U-Untersuchungen?

Schon bei Babys und Kleinkindern machen sich die Folgen übermäßigen Medienkonsums bemerkbar. Das geht aus der neuen BLIKK-Studie hervor. Pädiater reagieren besorgt. mehr »

Deutsche überschätzen Ebola-Gefahr und unterschätzen Masern

Im Mittelpunkt medialer Berichterstattung stehen meist große globale Bedrohungen wie Ebola und Zika. Doch Experten haben ganz andere übertragbare Erkrankungen im Visier. mehr »