100 000 Zivilisten seit Kriegsbeginn im Irak gestorben

NEU-ISENBURG (Smi). Im Irak sind als direkte Folge des Kriegs seit März 2003 insgesamt 100 000 Zivilisten gestorben. Das hat eine Studie der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health ergeben, über die "The Lancet" (364, 2004) im Internet berichtet. Es ist die erste Erhebung ihrer Art im Irak.

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Les Roberts und seine Kollegen haben die Mortalität der irakischen Zivilbevölkerung in den 15 Monaten vor Einmarsch der USA und Großbritanniens mit jener in den ersten 18 Monaten nach Beginn des Kriegs verglichen. Sie fanden heraus, daß das Risiko, eines gewaltsamen Todes zu sterben, seit dem Krieg 58 mal höher ist, als es zu Zeiten Saddam Husseins gewesen war.

Bei den Erhebungen sind die zu erwartenden Todesfälle durch Alter, Krankheit und Unfälle herausgerechnet worden. Zudem haben die US-Wissenschaftler die Folgen der Kämpfe rund um die Rebellenhochburg Falludscha zwar mit untersucht, aber im Ergebnis ihrer Studie nicht berücksichtigt. In Falludscha, so Roberts, seien insgesamt zwei Drittel aller zivilen Opfer zu beklagen.

Durch die Luftangriffe der Allierten seien die meisten irakischen Zivilisten ums Leben gekommen. Unter den Opfern seien überproportional viele Frauen und Kinder.

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