Kommentar

1,47 Euro kurbeln Wirtschaft nicht an

Von Monika Peichl Veröffentlicht:

Auf Applaus kann die Koalition mit ihren Steuerbeschlüssen nicht zählen. Das liegt nicht nur daran, dass viele Steuerzahler, auch die Ärzte, von der versprochenen Entlastung so gut wie nichts spüren werden.

Selbst bei Kleinverdienern nahe am Existenzminimum, die mit jedem Euro rechnen müssen, dürfte der Nachlass nicht einmal den Anstieg der Energiekosten decken.

Mit den geschätzten 1,47 Euro, die eine Medizinische Fachangestellte ab 2012 monatlich mehr haben könnte, wird sie den Binnenkonsum jedenfalls nicht anschieben können.

Allgemein herrscht die Einschätzung, dass die Steuerpläne in erster Linie Ruhe innerhalb der Koalition schaffen und der bedrängten FDP Entlastung bringen sollen.

Auf die Bürger werden die Beschlüsse aber kaum beruhigend wirken. Viele Menschen haben derzeit andere Sorgen. Sie fragen sich, was Finanz-, Staatsschulden- und Eurokrise von ihrer Altersvorsorge übrig lassen werden.

Sie wollen keine Mini-Steuerreform, sondern ein Ende der Krise.

"Der Bürger blutet aus zahlreichen Wunden, und die Kanzlerin kümmert sich um ihn, indem sie ihm die Haare kämmt", spottete ein Steuerzahler in einem Online-Forum. Leider ist das wahr.

Lesen Sie dazu auch: Erhöhter Grundfreibetrag für Ärzte nutzlos?

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Verbändeanhörung im Ministerium

Lauterbach will mit Klinikreform endlich ins Kabinett

Praxiseinrichtung

Licht an! Die richtige Beleuchtung in der Arztpraxis

Lesetipps
Die Allianz Chronisch Seltener Erkrankungen warnt, die geplante Klinikreform bilde die besondere Situation für die Behandlung von Menschen mit seltenen Erkrankungen nicht ausreichend ab.

© Frank Molter / dpa

Sieben-Punkte-Papier mit Forderungen

ACHSE beklagt: Seltene Erkrankungen bei Klinikreform nicht berücksichtigt