Digitalisierung

Praxisvergleich online auf allen Endgeräten

Die Deutsche Bank investiert massiv in die Digitalisierung. Eines der ersten realisierten Projekte ist die digitale Heilberufebank. Das Portal soll Ärzten und Zahnärzten helfen, betriebswirtschaftliche Entscheidungen fundiert zu treffen.

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Die digitale Heilberufebank soll Ärzten und Zahnärzten bei Entscheidungen helfen.

Die digitale Heilberufebank soll Ärzten und Zahnärzten bei Entscheidungen helfen.

© Screenshot: Deutsche Bank

FRANKFURT/MAIN. Die Deutsche Bank geht digital in die Offensive. Was Ende der vergangenen Woche die beiden Bank-Vorstände Christian Sewing und Kim Hammonds zur Eröffnung der Digitalfabrik als Entwicklungszentrum für neue Bankprodukte ankündigten, das wird für Heilberufler bereits in dieser Woche Realität.

Am Dienstag ist das HeilberufePortal der Bank online gegangen. Es soll Ärzten und Zahnärzten bereits im Internet maßgeschneiderte betriebswirtschaftliche Informationen zur Verfügung stellen. "Ärzte sind immer mehr auch als Unternehmer gefordert. Um betriebswirtschaftlich fundierte Entscheidungen treffen zu können, brauchen sie die richtigen Informationen, und die stellen wir ihnen jetzt online zur Verfügung", sagte Nina Dabringhausen vom Zielgruppenmanagement Heilberufe vor der Presse in Frankfurt.

Die Deutsche Bank habe sich in der Heilberufeberatung in den vergangenen Jahren fest bei Ärzten und Zahnärzten etabliert, so Dabringhausen. Dieses über Jahre gewachsene Know-how sei im neuen HeilberufePortal gebündelt. Herzstück des Portals ist das sogenannte Dashboard: Hier können sich Nutzer zunächst nach Praxisphase (Gründung, etablierte Praxis, Praxisabgabe), Fachgruppe und KV-Region einordnen.

Für jeden Arzt passende Angebote

Alle weiteren Online-Services im Portal sind auf diese Einordnung abgestimmt: Dazu gehören ein Praxisvergleich, ein Investitionscheck, eine Praxisbörse und auch Checklisten.

Ein Beispiel: Ein Hausarzt aus Bayern, der eine etablierte Praxis führt und expandieren will, kann im Praxisvergleich seine Praxis unter anderem hinsichtlich Privatanteil, Kosten, Gewinn und Abschreibungen per Mausklick mit der durchschnittlichen Allgemeinarztpraxis in Bayern vergleichen. Falls er eine Praxis zur Übernahme, etwa als Zweigpraxis, im Auge hat, kann er schon einmal grob einschätzen, wie die zu übernehmende Praxis wirtschaftlich dasteht und welche Möglichkeiten er hat.

Im Investitionscheck werden dem Allgemeinarzt Geräte angeboten, die in einer Hausarztpraxis üblich sind – hier kann er per Mausklick die Amortisationsdauer, etwa eines Ultraschallgeräts berechnen. Augenärzte dagegen fänden Geräte wie eine Funduskamera im Investitionscheck, Zahnärzte wieder andere Geräte. Und über die Praxisbörse erhält der Hausarzt Angebote von Allgemeinarztpraxen aus der Region. Ein Arzt, der seine Praxis abgeben will, erhält dagegen Übernahmeangebote.

20.000 Durchschnittswerte hinterlegt

"Wir haben mehr als 20.000 Durchschnittswerte allein für den Praxisvergleich hinterlegt, mit denen Anwender ihre Praxis vergleichen können", erläuterte Nina Dabringhausen. Die Basis dafür stamme vom Datenspezialisten Rebmann Research. Im Beratungsgespräch könne die Analyse vertieft werden. Auch der Kontakt zum Heilberufe Betreuer sei direkt über das Portal herzustellen, so Dabringhausen.

So ergänzten sich Online-Mehrwertdienste und die individuelle Beratung. Das Angebot ist sowohl über PC als auch über Smartphone oder Tablet zugänglich. (ger)

Das HeilberufePortal im Internet: www.deutsche-bank.de/heilberufe

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