Ärzte Zeitung, 02.03.2004

Werbekampagne statt Alco-Steuer

BERLIN (HL). Die Spirituosenindustrie hat der Bundesregierung die Finanzierung einer Werbekampagne gegen Alkoholmißbrauch bei Kindern und Jugendlichen angeboten, wenn sie auf die Einführung einer speziellen Verbrauchssteuer auf alkoholhaltige Mixgetränke verzichtet.

Diese Kampagne sollte von den Schnapsherstellern, dem Handel und der Gastronomie unterstützt werden, sagte eine Sprecherin von Bacardi Deutschland. Parallel dazu prüft die Spirituosenindustrie eine Verfassungsklage gegen die Sondersteuer. Ende vergangener Woche waren Regierungspläne publik geworden, auf Alcopops eine Zusatzsteuer von 83 Cent je Flasche zu erheben.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »