Ärzte Zeitung, 19.05.2006

Metformin reguliert Menses bei Ovarsyndrom

MONTREAL (ple). Frauen mit polyzystischem Ovarsyndrom, Hyperinsulinämie und Hyperandrogenämie profitieren, wie berichtet, von einer Behandlung mit dem Antidiabetikum Metformin.

Den Nutzen der oralen Therapie bestätigen Ergebnisse einer kleinen Placebo-kontrollierten kanadischen Studie mit 22 Frauen zwischen 13 und 18 Jahren. Die Patientinnen hatten innerhalb des Jahres vor Beginn der Studie höchstens sechs Regelblutungen.

Bei Frauen, die zwölf Wochen lang mit Metformin behandelt worden waren, war die Wahrscheinlichkeit für eine normale Regelblutung um das Zweieinhalbfache größer als bei Frauen in der Placebo-Gruppe (Arch Ped Adolesc Med 160, 2006, 246): Zehn von elf Frauen der Verum-Gruppe, aber nur vier von elf Patientinnen der Vergleichsgruppe hatten nach der Behandlung wieder eine normale Menstruation.

Darüber hinaus verringerte sich der Testosteron-Spiegel in der Verum-Gruppe um fast 40 ng / dl, in der Placebo-Gruppe dagegen nur um 0,9 ng / dl. Der Unterschied ist statistisch signifikant. Zu Studienbeginn lag der Spiegel bei etwa 170 ng / dl.

Topics
Schlagworte
Gynäkologie (5411)
Organisationen
Spiegel (1034)
Krankheiten
Testosteron-Mangel (323)
Wirkstoffe
Metformin (732)
Testosteron (301)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Therapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »