Ärzte Zeitung, 20.07.2006

TIP

Mikroskopie statt Urin-Teststreifen!

Etwa fünf Prozent aller fiebernden Kinder haben einen Harnwegsinfekt. Für den Nachweis eines solchen Infektes sollte man sich allerdings nicht auf das Ergebnis einer Teststreifen-Untersuchung des Urins verlassen, rät Professor Florian Heinen vom Dr. von Haunerschen Kinderspital der Uni München.

Denn erfahrungsgemäß sind 10 bis 20 Prozent solcher Tests bei Kindern falsch negativ - und zwar um so wahrscheinlicher, je kürzer die Verweildauer des Urins in der Blase war. Valider ist die Urinmikroskopie: In der Zählkammer sind mehr als zehn Leukozyten pro Mikroliter bei Jungen pathologisch, bei Mädchen mehr als 50.

Topics
Schlagworte
Pädiatrie (8512)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Im Sushi war der Wurm drin

Der Hinweis aufs Sushi brachte die Ärzte auf die richtige Spur. Statt den Patienten wegen Verdachts auf akutes Abdomen zu operieren, führten sie eine Gastroskopie durch. mehr »

Alle wichtigen Videos vom Ärztetag

Digitalisierung, Angst vor Veränderung, Wunschminister: Die Ärztezeitung fasst für Sie die wichtigen Themen des Ärztetags in kurzen Videos zusammen. mehr »

Importierte Infektionen führen leicht zu Diagnosefehlern

Wann muss ein Arzt für eine Fehldiagnose gerade stehen? In einem aktuellen Fall entschied das Oberlandesgericht Frankfurt gegen einen Arzt. mehr »