Ärzte Zeitung, 06.12.2007

BUCHTIPP DES TAGES

Chinesische Medizin im Alter

Aus den Ideen der alten Chinesen könne man beim Umgang mit alten Patienten schöpfen, sagen Andreas Noll aus Berlin und Birgit Ziegler aus Bickenbach. Die beiden Herausgeber des Buches grenzen sich scharf ab von Ernährungs- und Fitnessprogrammen, Wellness und Anti-Aging westlicher Prägung.

Der unvermeidliche Weggang aus dieser Welt müsse möglichst friedlich vonstatten gehen. Wie man diesem Ideal mit der chinesischen Medizin nahe kommen kann, fassen die 33 Autoren aus verschiedenen Ländern in fünf Kapiteln zusammen.

Im feuilletonistisch anmutenden ersten Teil liest man zunächst philosophisch-historische Betrachtungen über Alter, Sterben und Tod. Im Folgenden geht es um diagnostische Prinzipien und häufige Krankheitsmuster bei alten Menschen sowie um die besonderen Bedingungen, die bei der Behandlung zu berücksichtigen sind. Der Vorbeugung von Krankheiten und der Gesundheitspflege widmet sich ein weiteres Kapitel.

Es enthält Tipps für das gesunde Altern, die Ärzte ihren Patienten mit auf den Weg geben können, etwa Quigong und Taijiquan. Das längste Kapitel des Buches beschäftigt sich mit häufigen Beschwerden und Krankheiten im Alter von Apoplex bis Ulcus cruris sowie mit den Therapieoptionen der traditionellen chinesischen Medizin. (ner)

Andreas Noll, Birgit Ziegler (Hrsg.): Der ältere Patient in der chinesischen Medizin, Urban & Fischer Verlag 2006, 490 Seiten, Hardcover, Preis: 69,95 Euro, ISBN 978-3-437-57110-7

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