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Stammzellen aus Embryo-Klon

SEOUL (ple). Koreanische und US-amerikanischen Forscher haben eigenen Angaben zufolge erstmals einen Embryo geklont und daraus Stammzellen erzeugt. Sie entwickelten sich im Labor zu Vorläufern aller Gewebetypen.

Veröffentlicht:

Die Forscher um Dr. Woo Suk Hwang aus Seoul und Dr. Jose Cibelli aus East Lansing in Michigan klonten einen Embryo in Korea nach der Dolly-Methode. Sie verwendeten in ihren Versuchen von 16 Frauen gespendete und entkernte Eizellen, in die sie jeweils einen Nukleus einer Cumuluszelle übertrugen. Diese Zellen sorgen für die Reifung von Eizellen im Ovar und haben im Kern den kompletten Chromosomensatz.

Wie die Forscher heute in der Online-Ausgabe der Zeitschrift "Science" berichten, gelang es ihnen, durch das Klonen allerdings nur eine stabile Stammzell-Linie aus bestimmten Zellen der frühen Embryonen (Blastozysten) herzustellen.

Die Stammzellen seien pluripotent: In der Kulturschale entwickelten sie sich zu Vorläuferzellen aller drei Keimblätter, also des Ekto-, Meso- und des Entoderms. Und: In die Hoden immungeschwächter Mäuse implantiert, entstanden daraus Teratome mit Zellarten der drei Keimblätter.

Die Forscher hoffen, mit dieser als therapeutisches Klonen bezeichneten Methode, Gewebe für eine Transplantation züchten zu können. Sie stellen ihre Ergebnisse heute auch auf einer internationalen Wissenschaftstagung in Seattle in den USA vor.

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