Ärzte Zeitung, 23.08.2004

KOMMENTAR

Eine Grenze ist erreicht

Von Peter Leiner

Das Klonen menschlicher Embryonen in Deutschland ist verboten. Daran darf auch die Entscheidung in Großbritannien nichts ändern, wo jetzt erstmals in Europa ein Antrag zum therapeutischen Klonen mit menschlichen Zellen genehmigt wurde.

Neue Argumente, die doch noch für das Klonen sprechen könnten, auch wenn es nur zu Forschungszwecken und nicht zur Erzeugung eines Menschenklons ist, gibt es nicht. Das Klonen läßt sich ausreichend gut mit Tierzellen erforschen.

Und um hinter die Geheimnisse embryonaler Stammzellen zu kommen, genügen die verfügbaren menschlichen Zellen, die importiert werden dürfen; es muß dazu nicht extra ein Embryo geklont werden. Forschungsfreiheit kann nicht grenzenlos sein. Und beim Klonen - egal für welchen Zweck - ist eine Grenze erreicht.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund:
Bei der Erforschung des Klonens müssen die britischen Wissenschaftler eine Menge Hürden überwinden

Topics
Schlagworte
Gentechnik (2104)
Personen
Peter Leiner (635)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

Das war der Ärztetag 2017 in Bildern

Das war er nun, der 120 Ärztetag in Freiburg. Unsere Bildergalerie zeigt die schönsten, spannendsten Momente des viertägigen Kongresses. mehr »

Grünes Licht für GOÄ-Reformprozess

Der Deutsche Ärztetag hat den Verhandlungsführern für die GOÄ-Reform am Donnerstagabend grünes Licht für den weiteren Novellierungsprozess gegeben. mehr »