Ärzte Zeitung, 23.08.2004

KOMMENTAR

Eine Grenze ist erreicht

Von Peter Leiner

Das Klonen menschlicher Embryonen in Deutschland ist verboten. Daran darf auch die Entscheidung in Großbritannien nichts ändern, wo jetzt erstmals in Europa ein Antrag zum therapeutischen Klonen mit menschlichen Zellen genehmigt wurde.

Neue Argumente, die doch noch für das Klonen sprechen könnten, auch wenn es nur zu Forschungszwecken und nicht zur Erzeugung eines Menschenklons ist, gibt es nicht. Das Klonen läßt sich ausreichend gut mit Tierzellen erforschen.

Und um hinter die Geheimnisse embryonaler Stammzellen zu kommen, genügen die verfügbaren menschlichen Zellen, die importiert werden dürfen; es muß dazu nicht extra ein Embryo geklont werden. Forschungsfreiheit kann nicht grenzenlos sein. Und beim Klonen - egal für welchen Zweck - ist eine Grenze erreicht.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund:
Bei der Erforschung des Klonens müssen die britischen Wissenschaftler eine Menge Hürden überwinden

Topics
Schlagworte
Gentechnik (2106)
Personen
Peter Leiner (648)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »