Ärzte Zeitung, 02.02.2005

Motorische Nervenzellen gezüchtet

MADISON (ple). US-Forscher haben in der Zellkultur humane embryonale Stammzellen dazu gebracht, sich in motorische Nervenzellen zu entwickeln.

Motoneuronen (rot), die sich aus humanen embryonalen Stammzellen entwickelt haben. Zellkerne sind blau, Zellausläufer grün gefärbt. Foto: Su-Chun Zhang

Die Stammzellforscher um Professor Su-Chun Zhang in Madison in Wisconsin hoffen, solche Zellen eines Tages etwa zur Therapie von Patienten mit amyotropher Lateralsklerose oder nach Rückenmarkverletzungen nutzen zu können.

Zunächst könnten aber mit diesen Zellen Modelle geschaffen werden, mit denen sich die Suche nach neuen therapeutischen Wirkstoffen beschleunigen lasse, so die Wissenschaftler (aktuelle Online-Ausgabe von "Nature Biotechnology").

Die gezüchteten Motoneuronen ließen sich mehr als drei Monate am Leben erhalten. Nach Angaben der Forscher waren sie auch funktionell intakt: Sie übertrugen Nervenimpulse auf Muskelzellen, die sich kontrahierten. Dies soll als nächstes in Tierversuchen überprüft werden, und zwar in Hühnerembryonen.

Um die Stammzellen in Motoneuronen zu verwandeln, mußten die Forscher die sich entwickelnden Zellen frühzeitig unter anderem mit Retinsäure behandeln.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

Das war der Ärztetag 2017 in Bildern

Das war er nun, der 120 Ärztetag in Freiburg. Unsere Bildergalerie zeigt die schönsten, spannendsten Momente des viertägigen Kongresses. mehr »

Grünes Licht für GOÄ-Reformprozess

Der Deutsche Ärztetag hat den Verhandlungsführern für die GOÄ-Reform am Donnerstagabend grünes Licht für den weiteren Novellierungsprozess gegeben. mehr »