Ärzte Zeitung, 19.04.2005

Leuchtende Bakterien spüren Blei-Kontaminationen auf

Die Keime eignen sich für einen Schnelltest auf Blei

CHICAGO (mut). Mit genveränderten Bakterien lassen sich Kontaminationen mit dem Schwermetall Blei zuverlässig nachweisen. Das fluoreszierende Bakterium Ralstonia metallidurans ermögliche somit vor Ort einen einfachen Schnelltest auf Blei, berichten US-Forscher online in der Zeitschrift "Angewandte Chemie".

Um die Keime als Blei-Indikatoren zu verwenden, haben die Wissenschaftler den Resistenz-Mechanismus von Ralstonia ausgenutzt: Ein Späher-Protein hält nach Blei-Ionen Ausschau und aktiviert auf der DNA eine Art Schalter, der Resistenz-Gene anschaltet, sobald es Blei findet.

In diesen Schalter haben die Forscher nun ein fluoreszierendes Adenin-Analogon eingebaut. Die Fluoreszenz wird dabei nur sichtbar, wenn der Schalter aktiv ist, also wenn das Bakterium auf Blei-Verbindungen trifft.

Nach Angaben der Forscher reagiert das Fluoreszenz-Bakterium 1000fach empfindlicher auf Blei als auf andere Metalle.

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