Ärzte Zeitung, 14.09.2004

Ist Acrylamid doch nicht so gefährlich?

BONN (dpa). Die Krebsgefahr durch Acrylamid in Lebensmitteln ist möglicherweise geringer als zunächst befürchtet.

Das berichtete Professor Reinhard Matissek aus Köln gestern auf dem Deutschen Lebensmittelchemikertag 2004 in Bonn auf Grundlage neuer toxikologischer Untersuchungen. Diese seien zwar noch nicht abgeschlossen. Der jetzige Erkenntnisstand deute aber bereits darauf hin, "daß das Gefährdungspotential von Acrylamid für den Menschen deutlich geringer ist als ursprünglich befürchtet".

Es sei nach wie vor wissenschaftlich ungeklärt, ob Acrylamid, wenn es über die Nahrung aufgenommen wird, beim Menschen tatsächlich Krebs erzeugen könne, erläuterte Matissek. Weitere Untersuchungen der Stoffwechselprodukte von Acrylamid müsse man für eine umfassende Sicherheitsbewertung noch abwarten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Pneumonien unter Benzodiazepinen

Benzodiazepine sind bei Patienten, die an Morbus Alzheimer leiden, mit einer Häufung von Lungenentzündungen assoziiert. Für Z-Substanzen gilt das womöglich nicht. mehr »

Schelte für die SPD und die Bürgerversicherung

Bei der Eröffnung des 120. Deutschen Ärztetags nahm BÄK-Präsident Montgomery die Gerechtigkeitskampagne der SPD ins Visier. Lob gab es hingegen für Gesundheitsminister Gröhe. mehr »

Psychotherapie bei Borderline nur mäßig erfolgreich

Spezifische Psychotherapien sind bei Borderline-Patienten unterm Strich zwar wirksamer als unspezifische Behandlungen: Allerdings fällt die Bilanz in kontrollierten Studien eher mager aus. mehr »