Ärzte Zeitung, 11.05.2005

Erfolg in der Prävention von Latex-Allergien

Austausch gepuderter Latex-Handschuhe führte zum Rückgang der Zahl gemeldeter Verdachtsfälle von Allergien

BOCHUM (FHV). Mit der Ausbreitung von Aids und Hepatitis C werden seit den 90er Jahren in vielen Berufszweigen vermehrt Latex-Handschuhe getragen. Durch die gepuderten Handschuhe kam es auch zu einem Anstieg von Latex-Allergien. Inzwischen greifen Präventionsmaßnahmen und Latex-Allergien treten wieder seltener auf.

Bei der Wahl von Handschuhen lohnt es sich, um Allergien zu verhindern, auf das Material zu achten. Foto: Photodisc

So wurden zwischen 1996 und 2002 etwa 5850 Personen mit Latex-Allergien gemeldet. Verglichen mit 1996 (entspricht 100 Prozent) stieg beim gewerblichen Versicherer BGW die Zahl der Anzeigen solcher Allergien von 1997 bis 1999 auf bis zu 164 Prozent und sank dann bis 2002 auf einen Wert von 139 Prozent, so Dr. Ute Latza aus Hamburg.

Bei den öffentlichen Unfallkassen verdreifachte sich die Zahl der Anzeigen zwischen 1996 und 1999 sogar und fiel dann 2002 auf den doppelten Wert von 1996. Erreicht wurde dies durch die zunehmende Verwendung latexfreier Handschuhe. Dazu waren Unternehmer offenbar schneller bereit als öffentliche Arbeitgeber.

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