Ärzte Zeitung, 25.04.2006

Immer mehr Lärm: Viele Kinder sind schwerhörig

"Internationaler Tag gegen Lärm" / Jeder dritte Berufstätige leidet unter Lärm

Knallfrösche, Spielzeugpistolen und Trillerpfeifen sind "Gift fürs Ohr": Vier Prozent der Sechs- bis Siebenjährigen leiden laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bereits an Hochtonschwerhörigkeit.

"Diese Spielzeuge entwickeln sehr hohe Frequenzen und können zu einem dauerhaften Hörschaden führen", warnte die BZgA-Lärmexpertin Eveline Maslon in einem dpa-Gespräch gestern in Köln zum heutigen "Internationalen Tag gegen Lärm".

In der Umwelt, auch in Kindergärten und Kinderzimmern, werde es immer lauter. "Kinder werden den ganzen Tag mit Lärm berieselt. Eltern sollten mit ihren Kindern deshalb unbedingt auch mal Stille genießen", riet Maslon.

Lärm scheint auch am Arbeitsplatz zuzunehmen. Denn jeder dritte Berufstätige fühlt sich durch Lärm am Arbeitsplatz in seiner Konzentration gestört. Betroffene reagierten deshalb gereizt, angespannt oder mit einem Gefühl der Hilflosigkeit.

Das ergab die am Sonntag veröffentlichte repräsentative Emnid-Umfrage im Auftrag des Forums Besser Hören sowie der Barmer Ersatzkasse zum "Tag gegen den Lärm". Insgesamt waren für die Umfrage 1100 Arbeitnehmer in verschiedenen Wirtschaftszweigen zu Lärm am Arbeitsplatz und seinen Auswirkungen befragt worden. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »