Ärzte Zeitung, 07.04.2004

Antiadipositum erhält erweiterte Indikation

BASEL (eb). Die Europäische Kommission hat einer Indikationserweiterung für das Antiadipositum Xenical® (Orlistat) zugestimmt: In die Fachinformation des Medikaments wird aufgenommen, daß es das Risiko für die Entstehung eines Typ-2-Diabetes bei adipösen Menschen verringern kann. Das hat das Unternehmen Hoffmann-La Roche aus Basel mitgeteilt.

Der Erweiterung zugrunde liegen die Ergebnisse der XENDOS (Xenical® in the prevention of Diabetes in Obese Subjects) -Studie. Darin aufgenommen wurden mehr als 3300 adipöse Patienten, die zum Abnehmen vier Jahre lang entweder nur veränderte Lebensgewohnheiten beibehielten oder zusätzlich das Antiadipositum einnahmen.

Die Studie ergab, daß die Patienten, die abnahmen und beide Maßnahmen anwandten, ihr Risiko für einen Typ-2-Diabetes im Vergleich zu den Patienten, die nur ihren Lebensstil änderten, um 37 Prozent senken konnten. In der Gruppe der Patienten mit bereits gestörter Glukosetoleranz sank das Diabetesrisiko sogar um 52 Prozent, wie das Unternehmen berichtet hat.

Zudem seien - verglichen mit der Patientengruppe, die nur ihre Lebensgewohnheiten änderte - mit dem Medikament sowohl der langfristige Gewichtsverlust als auch die Abnahme von Herz-Kreislaufrisiken wie Blutdruck- und Blutfett-Werte signifikant höher gewesen, so das Unternehmen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »