Ärzte Zeitung, 21.07.2005

Antihistaminika bald wieder auf Kassenrezept

BERLIN (HL). Ärzte können künftig wieder rezeptfreie Antihistaminika auf Kassenrezept für jene Patienten verordnen, die unter schwerer allergischen Rhinitis leiden. Voraussetzung ist, daß eine Behandlung mit kortisonhaltigen Sprays allein unzureichend ist.

Diesen Beschluß hat der Gemeinsame Bundesausschuß gestern in Berlin gefaßt. Formell ist dazu noch ein Anhörungsverfahren notwendig.

Ferner werden die Krankenkassen künftig auch wieder rezeptfreie Harnstoff-Präparate für Patienten mit Ichthyose bezahlen, und zwar dann, wenn keine therapeutischen Alternativen indiziert sind.

Ein weitergehender Antrag der Patientenvertreter, Harnstoff-Präparate auch für Patienten mit Psoriasis und schwerer Neurodermitis in den OTC-Ausnahmekatalog aufzunehmen, wurde von Ärzten und Krankenkassen abgelehnt. Dazu soll im Anhörungsverfahren weiter beraten werden.

Mit der Erweiterung der Ausnahmeliste seien die Krankenkassen "über ihren Schatten gesprungen", sagte der IKK-Vertreter Dr. Bernd Metzinger. Schließlich handele es sich nicht um lebensbedrohliche Krankheiten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »