Ärzte Zeitung, 15.05.2006

Unternehmen bündelt Forschung zu Atemwegserkrankungen

Mit der "Novartis Allergie- und Atemwegskompetenz" (NAAK) engagiert sich das Unternehmen auch in der Fortbildung von Ärzten

NÜRNBERG (urm). Allergien und Atemwegserkrankungen werden bei dem Unternehmen Novartis auch künftig ein Schwerpunkt der Forschung und Entwicklung sein.

Die Aktivitäten des Unternehmens in diesem Zusammenhang, zu denen etwa auch die Entwicklung des monoklonalen Anti-IgE-Antikörpers Omalizumab gehört, hat das Unternehmen kürzlich unter dem Dach der "Novartis Allergie- und Atemwegskompetenz" (NAAK) gebündelt.

Das hat Dr. Thomas Kerscher, Bereichsleiter der Abteilung Allergie und Atemwege bei Novartis, auf einer Veranstaltung in Nürnberg berichtet. Das Engagement der NAAK gehe jedoch weit über die Herstellung qualitativ hochwertiger Medikamente hinaus. Es geht dabei zum Beispiel auch um die Fortbildung von Ärzten.

Als eine der größten Innovationen der vergangenen Jahre auf dem Gebiet der Allergien und der Atemwegserkrankungen hat Kerscher den seit Oktober 2005 zugelassenen monoklonalen Anti-IgE-Antikörper Omalizumab (Xolair®) eingestuft.

Mit diesem Medikament ist es erstmals möglich geworden, Immunglobulin E und damit ein zentrales Agens bei der Pathogenese allergischer Erkrankungen gewissermaßen aus dem Verkehr zu ziehen, noch bevor die allergische Entzündungskaskade in Gang gesetzt wird. Zugelassen ist das Medikament mit dem völlig neuartigen Therapieprinzip derzeit bei Patienten mit einem schweren persistierenden allergischen Asthma.

Nur wenige Monate nach der Zulassung hat Omalizumab in den aktualisierten Therapieempfehlungen der Deutschen Atemwegsliga - wie die "Ärzte Zeitung" gemeldet hat - bereits einen festen Platz gefunden.

Die Empfehlungen sehen einen Therapieversuch dann vor, wenn bei Patienten mit schwerem allergischem Asthma eine hochdosierte Therapie mit inhalativen Steroiden und lang wirksamen Bronchodilatatoren nicht ausreichend wirkt. Für Patienten, bei denen sich auch die Antikörper-Therapie als unzureichend erweist, wird die Anwendung systemischer Kortikosteroide empfohlen.

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