COPD

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Modul: Übersicht COPD - Diagnostik, Prävention und Therapie

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Ärzte Zeitung, 29.11.2005

Bei Asthma genügt meist niedrige Kortikoiddosis

Hochdosis bringt Patienten mit leichter bis mittelschwerer Erkrankung keine Vorteile / Ergebnis einer Metaanalyse

WIESBADEN (ikr). Bei Patienten mit frisch diagnostiziertem leichtem bis mittelschwerem Asthma bronchiale sollte die Startdosis der inhalativen Kortikoide im niedrigen bis mittleren Bereich liegen. Zunächst mit einer hohen Dosis zu behandeln, in der Hoffnung, die Symptome so möglichst rasch beseitigen zu können, bringt den Patienten mittel- und langfristig keine Vorteile, sagt Professor Roland Buhl aus Mainz.

"Etwa 80 bis 90 Prozent der klinischen Effekte inhalativer Kortikoide werden nach aktuellen Studiendaten bereits im eher niedrigen Dosisbereich erzielt", so Buhl beim Pneumo-Update 2005 in Wiesbaden. So wurden in einer Metaanalyse die Daten von kontrollierten Studien ausgewertet, in denen mindestens zwei Dosierungen desselben inhalativen Kortikoids bei Patienten mit leichtem bis mittelschwerem Asthma verwendet wurden.

Die Dosen wurden als hoch (über 800 µg/Tag Beclometason oder Äquivalent), mittelhoch (400 bis 800 µg/Tag Beclometason oder Äquivalent) oder niedrig (unter 400 µg/Tag Beclometason oder Äquivalent) eingestuft. Was Kriterien wie Lungenfunktion, Bedarfsmedikation und Symptome betrifft, gab es keine signifikanten Unterschiede zwischen den Patientengruppen mit hoher oder mittelhoher Dosierung des Kortikoids.

Patienten mit mittlerer Dosierung schnitten in einigen Punkten jedoch deutlich besser ab als Patienten mit niedriger Kortikoid-Dosierung (Thorax 60, 2005, 93).

Für den Mainzer Pneumologen stützen diese Ergebnisse Empfehlungen, wonach eine Therapie mit inhalativen Kortikoiden bei Patienten mit frisch diagnostiziertem leichtem bis mittelschwerem Asthma mit einer Dosis von nicht mehr als 400 bis 800 µg/Tag Beclometason oder einem Äquivalent, etwa 80 bis 160 µg Ciclesonid, begonnen werden sollte.

Intensiviert werden sollte die Therapie nach der neuen Asthma-Leitlinie der Deutschen Atemwegsliga und der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie:

  • wenn die Asthma-Symptome trotz Behandlung häufiger auftreten,
  • die Bedarfsmedikation mit rasch wirksamen Beta-2-Mimetika öfter als drei- bis viermal täglich angewandt wird oder
  • wenn die Lungenfunktion eingeschränkt ist.

Statt die Kortikoiddosis zu erhöhen, sei es sinnvoll, einen langwirksamen Bronchodilatator hinzuzugeben, sagte Buhl bei der vom Unternehmen Altana unterstützten Veranstaltung. Es sollten möglichst Fixkombinationen verordnet werden, da hierfür die Datenlage am besten sei und sich die Hinweise mehrten, daß so auch die Compliance besser ist.

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