Ärzte Zeitung, 27.03.2009

Pneumologie-Kongress Mannheim in Kürze

Inhalator-Schulung - Effekt hält eine Weile an

Durch individuelle Schulung von etwa 15 Minuten Dauer lässt sich bei COPD-Kranken der Umgang mit Inhalatoren verbessern. An der Asklepios Fachklinik Gauting wurde bei 28 Patienten unter anderem die Technik der Inhalation im Einzelunterricht geschult.

Bei der nächsten stationären Behandlung wegen einer Exazerbation - nach im Mittel 189 Tagen - stellten die Forscher fest, dass der Effekt der Schulung meist noch erhalten geblieben war. Die Patienten machten kaum Fehler in der Anwendung ihres Pulverinhalators, etwa was die Inspirationsgeschwindigkeit betraf. (ikr)

Bei Schlafapnoe häufig auch sexuelle Probleme

Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe (OSA) sind oft auch von einer erektilen Dysfunktion (ED) betroffen. Das belegt eine Studie der Klinik Donaustauf in Regensburg. Die Forscher haben 401 Männer mit Verdacht auf OSA im Schlaflabor untersucht. Bei 92 Prozent wurde eine OSA diagnostiziert. 69 Prozent von diesen Männern hatten auch eine ED - beurteilt nach dem validierten International- Index-of-Erectile-Function-Fragebogen. Von den Patienten ohne OSA hatten nur 34 Prozent eine ED. Möglicherweise trage die bei OSA erniedrigte Sauerstoffsättigung zur ED-Entstehung bei. (ikr)

Erfolg mit Reha-Mix bei schwerer COPD

Patienten mit schwerer COPD profitieren von einem multimodalen Reha-Programm. In einer Studie nahmen 26 Patienten mit einer COPD im GOLD-Stadium III/IV an einem dreiwöchigen stationären Reha-Programm teil. Dazu gehörten Schulung, psychosoziale Maßnahmen sowie Kraft- und Ausdauertraining. Wie die Forscher um Dr. Helmut Teschler von der Ruhrlandklinik in Essen feststellten, besserte sich die Belastungsfähigkeit der Patienten im 6-Minuten-Gehtest deutlich von im Mittel 366  m auf 463 m nach der dritten Woche. Auch die Lebensqualität der Patienten besserte sich, nicht aber die Lungenfunktion. (ikr)

Pro-ANP für Prognose bei Pneumonie relevant

Die Biomarker Pro-ANP (atriales natriuretisches Peptid) und CT-pro-Vasopressin (AVP) scheinen sich für die Beurteilung der Kurz- und Langzeitprognose von Patienten mit ambulant erworbener Pneumonie (CAP) zu eignen. In einer Studie wurden bei 1740 Patienten mit CAP unter anderem ANP und AVP bei der Aufnahme bestimmt. Bei den Patienten, die nach vier Wochen oder nach sechs Monaten gestorben waren, waren die Serum-ANP- und die Serum-AVP-Spiegel höher gewesen als bei den Überlebenden. Das haben Forscher von der Berliner Charité und der MHH berichtet. (ikr)

 

 

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