Ärzte Zeitung, 05.07.2007

Zur Sommer-Akademie ...Knifflige Diagnostik bei Luftnot

Lungenhochdruck oder Asthma? / Screening per Herzecho hilft weiter

NEU-ISENBURG (skh). Junge Patienten mit Dyspnoe - da denken Ärzte eher an Asthma als an Lungenhochdruck. Ein Screening etwa per Herzecho schafft bei unklarer Luftnot Klarheit.

Aktuelles zu pulmonal-arterieller Hypertonie (PAH) gibt es in der heutigen Folge der Sommer-Akademie. Zwar ähneln sich die Symptome bei PAH und Asthma, es gibt aber feine Unterschiede: Bei PAH tritt Dyspnoe unter Belastung unmittelbar und nicht wie bei Asthma verzögert anfallsweise auf. Zudem fehlt das bei Asthma typische Giemen und Brummen, sagt Dr. Jörg Winkler, niedergelassener Pneumologe aus Leipzig.

Bei PAH besteht genau wie bei Asthma eine Flussminderung in den kleinen Bronchien. Das sei wohl auch der Grund dafür, dass Therapieversuche mit Bronchodilatanzien auch bei PAH zunächst Erfolg bringen, vermutet Winkler. Durch falsche Therapieansätze vergehen dann jedoch mehrere Monate bis zu einer spezifischen Therapie. Das ist bei PAH viel Zeit, denn die Lebenserwartung ohne Therapie beträgt nach Diagnosestellung nur knapp drei Jahre.

Prinzipiell sollten Patienten mit einer Dyspnoe, die weder klinisch noch durch Thoraxröntgen oder EKG erklärbar ist, per Echokardiografie oder Spirometrie untersucht werden. So könnte die Zeit von den ersten Symptomen bis zur Diagnose PAH von derzeit 2,5 Jahren auf 1,5 Jahre verkürzt werden, so Winkler.

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