Ärzte Zeitung, 01.11.2011

Probleme mit Dreierkombi bei Lungenfibrose

ANN ARBOR (mal). Das "US-National Heart, Lung and Blood Institute" (NHLBI), Teil des "National Institutes of Health" (NIH), hat aufgrund von Sicherheitsbedenken einen Studienarm der dreiarmigen klinischen Studie PANTHER-IPF* bei Patienten mit idiopathischer Lungenfibrose (IPF) gestoppt.

Denn nach den bisher vorliegenden Daten haben Patienten, die mit der gängigen Kombination aus Prednison, Azathioprin und N-Acetylcystein (NAC) behandelt werden, eine schlechtere Prognose als Patienten mit Placebo.

Nach der Zwischenanalyse haben Patienten mit der Dreierkombi im Vergleich zu Placebo eine höhere Sterberate (11 versus 1 Prozent), eine höhere Rate von Klinikeinweisungen (29 versus 8 Prozent), und eine höhere Rate schwerwiegender unerwünschter Effekte (31 versus 9 Prozent).

Keine Unterschiede im Hinblick auf Veränderung der Lungenfunktion

Zudem habe es zwischen den beiden Studiengruppen keine Unterschiede in Hinblick auf die Veränderung der Lungenfunktion gegeben, teilt das NIH mit.

Die Studie PANTHER-IPF ist die erste Studie bei IPF, in der der Effekt der Dreierkombi mit dem einer Monotherapie mit N-Acetylcystein und mit Placebo verglichen wird.

Bis zum vorzeitigen Abbruch des Dreierkombi-Studienarmes seien 238 der geplanten 390 Patienten in die Studie aufgenommen worden, so das NIH. Der Placebo- sowie der NAC-Studienarm werden wie geplant fortgeführt.

*PANTHER-IPF: Prednisone, Azathioprine, and N-acetylcysteine: A Study that Evaluates Response in Idiopathic Pulmonary Fibrosis

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Warum strampeln wirklich das Herz schützt

Eine Studie ergibt: Wer regelmäßig mit dem Fahrrad statt mit dem Auto oder Bus zur Arbeit fährt, senkt sein kardiovaskuläres Risiko. Doch die Forscher fanden auch Ungereimheiten. mehr »

Schaden Eltern damit ihren Kindern?

Was geht in den Köpfen von Kindern vor, wenn sie erfahren, dass der Weihnachtsmann nicht existiert? Forscher sind sich uneinig: Ist der Mythos gut oder schlecht für die kindliche Entwicklung? mehr »

Älteste Pockenviren entdeckt

Die Mumie von Pharao Ramses V. weist Narben auf – Bislang dachte man, er sei an Pocken gestorben. Neue DNA-Forschungen bei einer anderen Mumie ergeben jedoch, dass der tödliche Erreger vielleicht gar nicht so alt ist. mehr »