Ärzte Zeitung, 21.09.2010

Gesellschaft ist auf Demenzkranke schlecht vorbereitet

KÖLN (dpa). Medizin und Pflege müssen sich nach Experteneinschätzung besser auf die steigende Zahl von Demenzkranken einstellen. "Beim Medizinstudium liegt da noch ganz viel im Argen", so der Direktor der Neurologischen Universitätsklinik in Köln, Professor Gereon Fink.

"Wir müssen reagieren, damit der praktische Arzt mit Demenz umgehen kann. Bei früher Diagnose können wir Patienten heute länger alltagstauglich halten", so Fink. Probleme sieht der Neurologe auch bei der Pflege: "In Deutschland wird etwa die Hälfte der Demenzkranken zu Hause von Angehörigen gepflegt. Hier ist erhebliche Unterstützung nötig - finanziell, aber auch von den Kapazitäten her."

Lesen Sie dazu auch:
Aggressionen haben oft simple Ursachen
Warum liegen Apfelsinen in Omas Kleiderschrank?
Demenzrate steigt erst bei 80-Jährigen drastisch an
Gesellschaft ist auf Demenzkranke schlecht vorbereitet
Extreme Belastung bei Pflege macht Angehörige krank

Patienteninformation - Alzheimer


Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Personal-Notstand auf deutschen Intensivstationen

Auf deutschen Intensivstationen fehlen mehr als 3000 Spezialpflegekräfte. Die Krankenhäuser wollen reagieren. Das Personal denkt über einen Großstreik nach. mehr »

HIV-Impfung generiert Immunantwort

Eine Impfung gegen HIV ist in frühen klinischen Studien. Erste Ergebnisse sind positiv. mehr »

Warum die Putzhilfe glücklich macht

Putzen, Wäsche waschen, Kochen: Viele Menschen empfinden all das als nervige Pflichten. Wer Geld hat, kann andere für sich arbeiten lassen - und fühlt sich dann zufriedener. Das haben Forscher herausgefunden. mehr »