Ärzte Zeitung, 21.09.2010

Extreme Belastung bei Pflege macht Angehörige krank

BERLIN (dpa). Eine Demenzerkrankung sei vor allem eine extreme Belastung für die pflegenden Angehörigen, so Sabine Jansen von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft (DAlzG). Die Betreuung sei so kräftezehrend, dass die Angehörigen häufig selbst erkranken.

Doch für viele Angehörige ist das Heim keine gute Alternative. Bei der ambulanten Pflege und in den Heimen gebe es Defizite. "Man erwartet Leute, die sich auskennen mit dem Krankheitsbild, aber das ist leider von der Ausbildung her oft nicht gegeben", sagt die DAlzG-Geschäftsführerin.

Einen Ausweg bieten Wohngemeinschaften für Demenzkranke. Diese WGs sind beliebt, weil sie dem eigenen häuslichen Wohnumfeld ähneln. Dennoch handele es sich erst um ein "zartes Pflänzchen", der Bedarf sei riesig.

Lesen Sie dazu auch:
Aggressionen haben oft simple Ursachen
Warum liegen Apfelsinen in Omas Kleiderschrank?
Demenzrate steigt erst bei 80-Jährigen drastisch an
Gesellschaft ist auf Demenzkranke schlecht vorbereitet
Extreme Belastung bei Pflege macht Angehörige krank

Patienteninformation - Alzheimer


Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Therapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »