Ärzte Zeitung online, 23.06.2014

Demenz

Großbritannien treibt Forschung voran

Es soll eine der größten Studien zu Demenz werden, um eine neue Arznei gegen die Erkrankung zu finden. Die Uni Cardiff erhält dafür rund 20 Millionen Euro.

LONDON. Im Kampf gegen die Volkskrankheit Demenz hat Großbritannien weitere Anstrengungen zur Entwicklung eines wirksamen Medikaments unternommen. Unter Führung der Universität Cardiff (Wales) wurde ein mit 16 Millionen Pfund (rund 20 Millionen Euro) finanziertes Forschungsprojekt angestoßen.

Großbritannien hatte im vergangenen Jahr seine G8-Präsidentschaft genutzt, um das Thema Demenz auf die internationale Agenda zu setzen.

Nach Berechnungen der britischen Regierung könnten die volkswirtschaftlichen Kosten der Demenz drastisch reduziert werden, wenn der Ausbruch der Krankheit um drei Jahre verzögert werden könnte. Dies würde allein in Großbritannien jährlich fünf Milliarden Pfund an Gesundheitskosten einsparen.

Die Studie unter der Führung der Cardiffer Forscher soll zwei Millionen Menschen in aller Welt einbeziehen - eine der größten Demenz-Studien in der Wissenschaftsgeschichte. "Wir müssen dies als Krankheit betrachten und nicht als natürliche Gegebenheit", sagte Premierminister David Cameron am Donnerstag vor 300 Gesundheitsexperten aus aller Welt.

Im vergangenen Jahr hatten sich bei einem Demenz-Gipfel in London Regierungen und Forscher dazu verpflichtet, bis 2025 eine wirksame Therapie für Demenz zu finden. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »