Ärzte Zeitung, 03.08.2007

Brause-Trinker ernähren sich offenbar ungesund

BOSTON (Rö). Egal ob die Limonade Zucker enthält oder nicht - wer mehr als ein Glas täglich davon trinkt, dessen Risiko eines metabolischen Syndroms ist um die Hälfte erhöht.

Dieses auf den ersten Blick überraschende Ergebnis hat Dr. Ravi Dhingra aus Boston aus der Framingham Heart Study mit über 6000 Teilnehmern abgeleitet (Circulation online).

Außer einer um 50 Prozent erhöhten Prävalenz des metabolischen Syndroms lag der Bauchumfang bei einem Drittel der Brause-Trinker über den Grenzwerten von 102 Zentimetern bei Männern und 88 Zentimetern bei Frauen. Erhöhte Nüchtern-Glukose, Diabetes oder Hypertriglyzeridämie hatte jeder vierte.

Da sich diese Raten auch mit zuckerfreier Brause ergeben, vermutet der Forscher, dass nicht die Getränke selbst das Risiko steigern. Vielmehr sei der Konsum ein Indikator dafür, dass Brause-Trinker mehr Kalorien und gesättigte Fette zu sich nehmen, weniger Ballaststoffe und Getreidewaren und sich weniger bewegten als Menschen, die Limonade ablehnen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »