Ärzte Zeitung, 10.06.2008

Niedriges HbA1c mindert Rate an Komplikationen

SYDNEY (Rö). Für Typ-2-Diabetiker mit intensiver Blutzuckersenkung ist die Gesamtrate makro- und mikrovaskulärer Ereignisse relativ um zehn Prozent niedriger als bei weniger ehrgeiziger Therapie. Das beruht auf Unterschieden bei der Nephropathie.

In der ADVANCE*-Studie hatten bei einem HbA1c von 6,5 Prozent 18 Prozent ein mikro- und makrovaskuläres Ereignis, belegen die jetzt veröffentlichten Ergebnisse zu den Therapiezielen (NEJM online, 6. Juni).

Bei einem HbA1c von 7,3 Prozent waren es 20 Prozent. Bei intensiverer Therapie gibt es also relativ zehn Prozent weniger Ereignisse. Der Effekt beruht auf Unterschieden bei der Nephropa-thie. Denn bei der Retinopathie und bei makrovaskulären Ereignissen gab es keine Unterschiede. In der Studie wurden etwa 11 000 Patienten fünf Jahre behandelt.

*ADVANCE bedeutet: The Action in Diabetes and Vascular Disease: Preterax and Diamicron Modified Release Controlled Evaluation trial

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