Sonntag, 12. Februar 2012
Ärzte Zeitung, 05.03.2010

HbA1c beschreibt Risiko besser als Nüchternglukose

BALTIMORE (Rö). Der HbA1c-Wert ist ein unabhängiger signifikanter Risikomarker für Herzerkrankungen, Schlaganfälle und Todesfälle, sogar wenn der Wert noch im Normalbereich liegt. Das hat eine Analyse der Studie Atherosclerosis Risk in Communities (ARIC) ergeben. Der HbA1c-Wert ist dabei als Risikoindikator dem Nüchtern-glukose-Wert überlegen.

Das sind die wesentlichen Schlüsse, die Dr. Elizabeth Selvin von der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in Baltimore aus ihrer Analyse der Daten gezogen hat (New England Journal of Medicine 362, 2010, 800). In die Analyse sind die Daten von 14 348 Menschen über einen Zeitraum von 14 Jahren eingegangen. Ergebnis: Das Risiko, einen Diabetes zu bekommen, eine symptomatische KHK zu erleiden oder zu sterben, war ab einem HbA1c-Wert bereits ab Werten über fünf Prozent signifikant erhöht.

Ein erhöhtes Schlaganfallrisiko ergab sich ab einer Grenze von sechs Prozent. Bei der Analyse wurden konventionelle Risikofaktoren berücksichtigt.

| Share

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Neue Ära in der Schlaganfall-Therapie?

Ein neuartiges Therapieverfahren weckt große Hoffnungen bei der Behandlung von akutem Schlaganfall. Jetzt hat es sich in Studien und auch in der Praxis bewährt. Experten jubeln: Die neue Methode wird die Schlaganfall-Therapie grundsätzlich verändern! mehr »

112 - Heute ist Europäischer Notruf-Tag

Nur etwa jeder vierte Europäer kennt die EU-weite Notrufnummer 112. Das geht aus einer Umfrage hervor, die die EU-Kommission in Brüssel anlässlich des Europäischen Notruf-Tags vorgestellt hat. Die Notrufnummer 112 ist rund um die Uhr und kostenfrei in Europa erreichbar. mehr »

Streit um frühe Nutzenbewertung eskaliert

Der Verband forschender Arzneimittelhersteller (vfa) hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) scharf kritisiert. Das Institut missachte Standards der evidenzbasierten Medizin. Das IQWIG kontert: Die Vorwürfe sind unsachlich. mehr »