Ärzte Zeitung, 13.04.2015

Haut

Papain in Kosmetika löst Allergien aus

WIEN. Papain ist ein protein-abbauendes Enzym, das in Nahrungsmitteln und Kosmetika eingesetzt wird. Kommen Menschen damit in Kontakt, können starke allergische Reaktionen die Folge sein, teilt die Uni Wien mit.

Das aus der Papaya stammende Papain spaltet die tight junctions, die Hautschichten verbinden.

Bei Versuchstieren ging die Barrierefunktion verloren, Blutgefäße wurden durchlässiger, Entzündungszellen wanderten ein. Zwei Wochen später fanden sich Antikörper gegen Papain (J Invest Dermatol 2015, online 23. Februar).

Menschen mit empfindlicher Haut und Kleinkinder sollten Papain (EC-Nr. 3.4.22.2) meiden und auf die Zusammensetzung von Produkten achten, die gemäß einer EU-Richtlinie geregelt ist, raten die Forscher. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »