Ärzte Zeitung, 13.11.2007

Nach Präeklampsie ist KHK-Prävention besonders wichtig

LONDON (cb). Frauen mit Prä- eklampsie in der Anamnese haben nach einer Studie ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Autoren empfehlen daher eine frühzeitige Prävention.

Die Forscher aus London hatten eine Metaanalyse von 25 Studien mit insgesamt mehr als 3,4 Millionen Frauen Patientinnen erstellt (BMJ online). Demnach war bei Schwangeren mit Präeklampsie die Wahrscheinlichkeit für spätere Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Vergleich zur Kontrollgruppe deutlich erhöht:

  • das Risiko für Bluthochdruck 3,7-fach,
  • das KHK-Risiko 2,2-fach,
  • das Schlaganfall-Risiko 1,8-fach
  • und das Risiko für venöse Thrombembolien 1,8-fach.

Auswirkungen hat auch der Zeitpunkt der Präeklampsie: Erstgebärende mit Präeklampsie vor der 37. Schwangerschaftswoche hatten sogar ein sieben Mal höheres Risiko später an Bluthochdruck zu erkranken als Frauen mit Präeklampsie nach der 37. Woche. Insgesamt war die Sterberate der ehemaligen Präeklampsie-Patientinnen nach 14 Jahren um den Faktor 1,49 erhöht.

Die Wissenschaftler vermuten daher eine gemeinsame Ursache von Präeklampsie und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Einen Zusammenhang zwischen Präeklampsie und der späteren Entstehung von Krebs hingegen fanden sie nicht.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

"Digitalisierung lässt sich nicht klein hoffen"

Die Digitalisierung lässt sich nicht aufhalten, die Ärzte sollten sich daher aktiv daran beteiligen, appellierte der Blogger Sascha Lobo auf dem Ärztetag. mehr »

Alle wichtigen Videos vom Ärztetag

Digitalisierung, Angst vor Veränderung, Wunschminister: Die Ärztezeitung fasst für Sie die wichtigen Themen des Ärztetags in kurzen Videos zusammen. mehr »

Massive Technik-Pannen behindern Ärztetag

Nicht einsehbare Anträge, verschobene Abstimmungen: Technische Probleme machen Delegierten und Journalisten gestern unmd heute auf dem Ärztetag arg zu schaffen. mehr »