Ärzte Zeitung, 18.11.2008

Training bessert Prognose bei Herzschwäche

Training bessert Prognose bei Herzschwäche

Bislang größte Interventionsstudie dokumentiert Reduktion von Sterbe- und Hospitalisierungsrate

NEW ORLEANS (ob). Regelmäßiges Bewegungstraining scheint bei chronischer Herzinsuffizienz die Prognose der Patienten günstig zu beeinflussen.

Darauf deuten die Ergebnisse der größten Interventionsstudie zum Nutzen körperlichen Trainings bei Herzschwäche hin. Zwar ergab eine erste Analyse keinen signifikanten Unterschied beim primären Studienendpunkt (Gesamtrate aller Todesfälle und Klinikeinweisungen) zwischen den Behandlungsgruppen.

Eine zweite Analyse, bei der ein Ausgleich für wichtige Prognosefaktoren (etwa Auswurffraktion, Ätiologie, Belastungsdauer) vorgenommen wurde, zeigte dann aber: In der Gruppe mit Bewegungstraining war die Inzidenz von Todesfällen und Klinikeinweisungen signifikant um 11 Prozent niedriger als in der konventionell behandelten Gruppe.

An der HF-ACTION benannten Studie, die jüngst beim Kongress der American Heart Association (AHA) vorgestellt worden ist, waren 2331 Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse II bis IV) beteiligt. Eine Hälfte absolvierte ein strukturiertes Trainingsprogramm, das zunächst aus 36 überwachten Trainingseinheiten von 30-minütiger Dauer bestand.

Danach sollten sie zu Hause jeweils 40 Minuten an fünf Tagen in der Woche trainieren. Patienten in der Kontrollgruppe erhielten nur eine Standardtherapie ohne begleitendes Training. Die Beobachtungsdauer betrug 2,5 Jahre.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Adiopositas-Op nötig, aber Kasse will nicht zahlen

Wenn der Antrag eines Adipositas-Patienten auf eine bariatrische Operation abgelehnt wird, bringt das Ärzte in eine schwierige Situation. Denn oft verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen. mehr »

Immer mehr Nichtraucher erkranken an Lungenkrebs

In US-Kliniken tauchen immer häufiger Nichtraucher mit Lungenkrebs auf, vor allem Frauen sind betroffen. Das könnte am Passivrauchen liegen. mehr »

Wer nicht hören will, den soll die Kita künftig melden

Prävention mit Drohgebärden: Künftig will das Bundesgesundheitsministerium nicht nur mit Bußgeld drohen, sondern auch die Kitas einspannen, um die Verweigerer einer verpflichtenden Impfberatung herauszufischen. mehr »