Ärzte Zeitung, 22.02.2010

Katheterablation erfolgreich gegen Vorhofflimmern

Hohe Rate an Rezidivfreiheit bei Patienten, die auf Medikamente nicht ansprechen

MAYWOOD (ob). Für Patienten mit paroxysmalem Vorhofflimmern, die auf einen medikamentösen Therapieversuch nicht ansprechen, gibt es eine erfolgversprechende Alternative: die Behandlung mit einem Ablationskatheter.

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Das Therapieziel: normaler Herzrhythmus © emeraldphoto / fotolia.com

Bei der Katheterablation geht es darum, das Vorhofflimmern durch gezielte Isolierung arrhythmogener Areale im linksatrialen Gewebe zu eliminieren. Per Energieabgabe über einen Spezialkatheter werden dabei Ablationslinien angelegt, die als Barrieren aus Narbengewebe für abnorme elektrische Impulse fungieren.

Den Erfolg dieser komplexen Intervention bei ausgewählten Patienten mit paroxysmalem Vorhofflimmern dokumentieren US-Kardiologen jetzt in einer randomisierten prospektiven Studie (JAMA 333, 2010, 340). Bei allen 167 Studienteilnehmern war zuvor mindestens ein Therapieversuch mit Antiarrhythmika erfolglos geblieben.

Von den 106 Patienten mit Katheterablation blieben in den ersten neun Monaten nach der Intervention 70 Prozent frei von symptomatischen Vorhofflimmer-Rezidiven. In der Gruppe medikamentös behandelter Patienten lag die Erfolgsquote nur bei 19 Prozent. Auch in puncto Verbesserung der Lebensqualität war die Ablationstherapie die klar überlegene Behandlungsstrategie.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund:
Katheterablation - eine neue Therapieoption bei Vorhofflimmern im Aufschwung

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