Ärzte Zeitung, 20.11.2012

Die Lieben daheim

Bei der Reanimation zu zögerlich

Wer in Japan einen Herzstillstand im Familienkreis erleidet, hat bezüglich Überlebenschancen schlechtere Karten, so das Ergebnis einer Studie von Forschern der Universität in Kanazawa.

Sie hatten knapp 550.000 Fälle von Herzstillstand analysiert und dabei 140.000 identifiziert, bei denen Personen anwesend waren. Ist jemand zur Stelle, der eine Reanimation einleiten und Hilfe rufen kann, verdoppeln bis verdreifachen sich die Überlebenschancen.

Aber nicht, wenn die Anwesenden Familienangehörige sind. Diese schreiten zumindest in Japan nämlich seltener zur Reanimation als Freunde oder Fremde (36,5 vs. 46 Prozent). Werden sie doch aktiv, beschränken sie sich meist auf die Brustkompressionen. (ob)

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