Ärzte Zeitung, 28.01.2009

Rauchverbote sind sehr wirksam gegen Herzinfarkt

Klinikbehandlungen wegen Herzinfarkts sind um 40 Prozent gesunken

EL PUEBLO (Rö). Ein generelles Rauchverbot an Arbeitsplätzen und öffentlichen Orten reduziert drastisch die Herzinfarktrate. In einer neuen Studie ging in den ersten 18 Monaten die Rate der Klinikeinlieferungen wegen Herzinfarktes um 27 Prozent zurück. In den folgenden 18 Monaten ergab sich ein Rückgang um weitere 19 Prozent.

Gesetze, die Rauchen verbieten, haben eine schnelle positive Wirkung.

Ermittelt wurde dies anhand der Daten aus Krankenhäusern in der US-Stadt El Pueblo in Colorado (Morbidity and Mortality Weekly Report 57, 2009, 1373).

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Die Autoren der Studie um Dr. Robert N. Alsever hatten die Raten der Klinikbehandlungen wegen Herzinfarktes pro 100 000 Personenjahre errechnet - 18 Monate vor Einführung des Rauchverbotes, 18 Monate danach und dann noch einmal 18 Monate später. In der ersten Phase ging die Rate der Behandlungen um 27 Prozent zurück, in der zweiten Phase nochmals um 19 Prozent.

Keine Veränderungen ergaben sich statt dessen in zwei benachbarten Arealen, wo kein solches Anti-Rauchgesetz eingeführt wurde, und die deshalb zum Vergleich herangezogen wurden.

Die Autoren führen den Rückgang der Infarktrate zum einen auf den Rückgang der Belastung durch Passivrauchen, zum anderen darauf zurück, dass Raucher wegen des Verbotes weniger rauchen. Den ersten Beitrag zum Erfolg halten sie für größer. Die Studie ist die mittlerweile achte, die einen deutlichen Rückgang der Herzinfarktrate nach Rauchverbot belegt. Solche Daten gibt es etwa für Italien, Irland und Frankreich.

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