Ärzte Zeitung, 13.12.2010

Kardio-CT liefert auch Information zur Prognose

WASHINGTON (ob). Eine Computertomografie des Herzens - auch Kardio-CT genannt - erlaubt Voraussagen zur Prognose. Die Ansicht, dass das Kardio-CT zwar anatomische, aber keine prognostischen Informationen liefere, sei nicht mehr korrekt, konstatiert Dr. Edward Hulten aus Washington mit Hinweis auf eine Metaanalyse seiner Arbeitsgruppe.

Sie hat gepoolte Daten aus 18 Studien ausgewertet (JACC 2010 online). Danach lässt sich Personen, bei denen im Kardio-CT keine obstruktiven Koronarläsionen nachweisbar sind, eine gute Prognose bezüglich KHK bescheinigen.

Bei ihnen betrug die jährliche Rate an Todesfällen, Myokardinfarkten und Revaskularisation nur 0,17 Prozent. Bei Patienten mit Koronarläsionen (Stenosegrad größer als 50 Prozent) ermittelten die Untersucher eine wesentlich höhere Rate von 8,8 Prozent.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »