Thrombose/Schlaganfall

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Thromboembolische Ereignisse bei Adipositas – Leitsymptome schwerer erkennbar

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung, 01.12.2004

Jeder fünfte Insult-Patient überlebt den Folgemonat nicht

40 Prozent der Patienten behalten Behinderungen

HANNOVER (mar). Wie wichtig Primär- und Sekundärprävention des Schlaganfalls sind, verdeutlichen epidemiologische Daten: Schlaganfälle sind in Deutschland nicht nur die dritthäufigste Todesursache, sie sind auch die häufigste Ursache für eine Behinderung bei Erwachsenen.

Daran hat der Neurologe Professor Reinhard Dengler von der Medizinischen Hochschule Hannover erinnert. Die Inzidenz des Schlaganfalls beträgt nach Angaben Denglers 182 pro 100 000 Einwohner, wobei es bei Männern doppelt so häufig zu einem solchen kardiovaskulären Ereignis kommt wie bei Frauen. Das Durchschnittsalter der Betroffenen liegt bei 69 Jahren.

Patienten mit Schlaganfall haben ein hohes Risiko, innerhalb eines Jahres an den Folgen des Insults zu sterben: So überleben 19,4 Prozent der Betroffenen die ersten 28 Tage nicht, nach drei Monaten sind 28,5 Prozent, und nach einem Jahr sind mehr als ein Drittel (37,3 Prozent) der Patienten gestorben, so der Neurologe bei einer Pressekonferenz des Unternehmens Solvay aus Anlaß der Jahrestagung der Hochdruckliga in Hannover.

Bei 23 Prozent der Patienten kommt es zu leichten, bei 17 Prozent zu schweren Behinderungen. Etwa 60 Prozent überstehen den Schlaganfall ohne diese Einschränkungen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Werden europäische Männer immer unfruchtbarer?

Männern haben immer weniger Spermien. Direkte Rückschlüsse auf Fruchtbarkeit erlaubt das nicht – es könnte aber nur die Spitze eines Eisbergs gesundheitlicher Probleme sein. mehr »

Psychotherapie soll künftig Unifach werden

Ein einheitliches Berufsbild, Studium an der Uni. Die Psychotherapeutenausbildung steht vor umwälzenden Veränderungen. Kritiker vermissen beim Entwurf aber Konkretes zum Thema Weiterbildung. mehr »

Ist die menschliche Entwicklung am Ende?

Über Hunderttausende von Jahren ist der Mensch zu dem geworden, was er heute ist. Und nun? Ein Grimme-Preisträger fragt sich, ob Unsterblichkeit erstrebenswert ist und wohin uns die Evolution führen wird - oder kann der Mensch sie austricksen? mehr »