Thrombose/Schlaganfall

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Modul: Thromboembolische Ereignisse bei Adipositas – Leitsymptome schwerer erkennbar

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Ärzte Zeitung, 11.05.2009

Beides: Blutdruck und Blutfette im Blick!

Sekundärprävention nach Schlaganfall: Rezidivgefahr sinkt umso stärker, je mehr Risiken beseitigt werden

SEATTLE (hem/ob). Für Patienten mit Schlaganfall - aber nicht nur für diese - zahlt es sich aus, leitliniengerechte Therapien konsequent zu befolgen. Je mehr kardiovaskuläre Risikofaktoren sich damit ausschalten lassen, desto stärker sinkt das Risiko für ein Schlaganfall-Rezidiv.

Beides: Blutdruck und Blutfette im Blick!

Apoplex: Umfassende Prävention nützt!

Foto: Kaulitzki©www.fotolia.de

Ärzte könnten Patienten den Nutzen einer guten Compliance vor Augen führen, betonte der Pariser Neurologe Professor Pierre Amarenco beim Kongress der US-Fachgesellschaft für Neurologie (AAN) in Seattle. Er stützte sich dabei auf Ergebnisse einer neuen Analyse von Daten der SPARCL-Studie (Stroke Prevention by Aggressive Reduction in Cholesterol Levels). Zur Erinnerung: SPARCL ist die erste große Studie, die den Nutzen einer intensiven Lipidsenkung (mit Atorvastatin 80 mg) in der Sekundärprävention bei Schlaganfall oder transienten ischämischen Attacke (TIA) dokumentiert hat (wir berichteten). In der knapp fünfjährigen Studie reduzierte die Therapie die Inzidenz von Schlaganfall-Rezidiven um 16 Prozent und die Rate kardialer Ereignisse um 35 Prozent.

Mit ihrer neuen Analyse der SPARCL-Daten wollten die Forscher jetzt klären, ob sich das Erreichen von Zielwerten bei drei Lipidparametern (LDL- und HDL-Cholesterin, Triglyzeride) sowie beim Blutdruck additiv auf die Risikoreduktion ausgewirkt. Zielvorgaben für eine optimale Einstellung waren: LDL-Cholesterin unter 70 mg/dl, HDL über 50 mg/dl, Triglyzeride unter 150 mg/dl und ein Blutdruck von 120/80 mmHg. Die Patienten, bei denen nur bei einem der vier Risikofaktoren - Bluthochdruck, hohe Triglyzeride, hohes LDL- und niedriges HDL-Cholesterin - eine optimale Einstellung erreicht wurde, profitierten so gut wie nicht. Wurden zwei Risikofaktoren ausgeschaltet, sank das Risiko für ein zerebrovaskuläres Rezidivereignis immerhin schon um 22 Prozent.

Wurden bei drei Parametern die Zielwerte erreicht, betrug die Risikoreduktion 38 Prozent. Am besten schnitten Patienten ab, bei denen alle vier Parameter im Zielbereich lagen: Ihr Schlaganfallrisiko sank um 65 Prozent, das Risiko für kardiale Ereignisse sogar um 75 Prozent.

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