Samstag, 26. Juli 2014
Medica Aktuell, 18.11.2009

Problem-Venen veröden mit Radiowellen

Problem-Venen veröden mit Radiowellen

Ein neuer Thermokoagulator beseitigt Problem-Venen, indem er Radiowellen in Wärme umsetzt.

Radiofrequenzen veröden Perforanzvenen, rote und blaue Äderchen - der Thermokoagulator EVRF® ermöglicht das jetzt auch für Gefäße bis 4 mm. Das Kürzel EVRF steht für Endo-Venöse Radiofrequenz, denn ein Generator sendet punktgenau hochfrequente Radiowellen zu einer Katheter- oder Nadelspitze. So wird Blut koaguliert und das Gefäß verschlossen. Das dazugehörige Handgerät, ein steriles Einwegprodukt, dient dazu, einen flexiblen Katheter in die Perforanzvene einzubringen.

Zunächst stellt der Arzt technische Werte wie Spannung und Impulsdauer durch Berühren des Bildschirms ein. Dann steckt er das Handgerät auf die Kanüle, die er mit einer Spritzennadel in die Vene eingeführt hat. Nun rollt er per Daumenrädchen den flexiblen Katheter in die gewünschte Position, löst die Wärme-Applikation über ein Fußpedal aus und zieht den Katheter per Rädchen einige Millimeter zurück, bis das Gefäß vollständig verödet ist.

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Veröden von Gefäßen bis 4 mm.

Foto: f care systems

Das kosmetische Resultat sei gut und sofort sichtbar, teilt das belgische Unternehmen f care systems mit. Klinikärzte hätten in einer Untersuchung keine Pigmentveränderungen, Vernarbungen, Nekrosen, Hämatome oder Verbrennungen festgestellt. Die Patienten könnten Alltagsbeschäftigungen gleich wieder aufnehmen und auch im Sommer nach draußen gehen. Stützstrümpfe oder Kompressionsverbände brauchen sie nicht zu tragen.

Zu dem Thermokoagulator gibt es außerdem einen Halter für Einwegnadeln zur transkutanen Behandlung von roten und blauen Äderchen zwischen 0,3 und 1 mm. Diese sterilen und antihaftbeschichteten Nadeln sind in zwei Stärken erhältlich: R3i eignet sich bei Couperose im Gesicht, R6i für kleine Adern an den Beinen. Das Veröden einer 40 bis 80 cm langen Vene dauert 10 bis 15 Minuten. Die Haut bleibt unverletzt, da nur die Spitze der Nadel erhitzt wird. Nach klinischen Studien ist dieses Verfahren für Gefäße bis 0,9 mm Durchmesser und für alle Hauttypen geeignet. 80 Prozent der Adern verschwinden damit dauerhaft. Außer zeitweiligen Mikrokrusten wurden keine unerwünschten Wirkungen beobachtet. (ars)

Medica: f care systems, Halle 11/D14

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