Ärzte Zeitung, 14.04.2008

Bulle oder Bär - sind's die Sexualhormone?

LONDON (dpa). Ein Testosteronschub könnte Börsenmaklern nach Ansicht britischer Forscher helfen, größere Gewinne zu machen. Dagegen sei das Hormon Kortisol eher mit Unsicherheit und schlechtem Abschneiden auf dem Börsenparkett verbunden (PNAS online).

Die Forscher analysierten im Speichel von 17 Londoner Finanzhändlern an acht Tagen jeweils am Morgen und zu Feierabend die Menge der Testosteron- und Kortisolspiegel und verglichen sie mit den jeweiligen finanziellen Tagesergebnissen der Börsianer. Makler mit hohen morgendlichen Testosteronwerten verdienten oft mehr Geld als andere. Ein Grund könnte sein: Testosteron erhöht das Selbstvertrauen und damit die Risikobereitschaft. Hohe Kortisolwerte sind nicht direkt mit Misserfolgen verbunden, sie steigen aber bei problematischen Marktsituationen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Medikamente auch einmal beherzt absetzen!

Viele Ärzte scheuen sich, Medikamente abzusetzen - obwohl sie wissen, dass dies Patienten oft hilft. Neuseeländische Wissenschaftler haben zwei paradoxe Gründe dafür gefunden. mehr »

Geht's auch etwas modischer in der Klinik?

Unsere Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler hat Verständnis für die Klinik-Kleidungsvorschriften. Doch mit ein klein wenig Fantasie könnte man auch den unvermeidlichen Kasack hübscher gestalten, meint sie. mehr »

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention? mehr »