Ärzte Zeitung, 01.12.2005

Wie wird die Therapie überwacht?

Lesen Sie dazu auch

Die wichtigsten Laborparameter zur Dokumentation des Krankheitsverlaufs bei HIV-Infizierten sind die Zahl der T-Helferzellen als Maß für die Immunlage und die Menge der HIV-RNA als Maß für die Stärke der Replikation des Virus. Beide sollten bei der Diagnose und dann alle zwei bis drei Monate bestimmt werden.

Bei Patienten, die antiviral behandelt werden, sollte die Menge der HIV-RNA unter der Nachweisgrenze von derzeit 20 bis 50 Genkopien pro Milliliter Blut liegen. dies sollte alle zwei bis drei Monate kontrolliert werden.

Wird bei einer Kontrolluntersuchung ein Wiederanstieg der Virusmenge im peripheren Blut festgestellt, ist eine Intensivierung oder Umstellung der Therapie nötig. Sinnvoll sind dann eine Resistenztestung und eventuell eine Plasmaspiegelkontrolle.

Hinweise auf eine ungenügende Wirksamkeit geben zudem ein signifikanter Abfall der T-Helferzellen sowie eine klinische Progression der HIV-Erkrankung.

Lesen Sie auch:

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Bundestag macht den Weg frei für Cannabis auf Rezept

13:12Ärzte können Hanf als verschreibungspflichtiges Medikament verordnen. Nach jahrelanger Debatte hat das Parlament heute den Umgang mit Cannabis als Medizin völlig neu geregelt. Krankenkassen müssen die Kosten im Regelfall erstatten. mehr »

Kein Schmerzensgeld für die künstliche Ernährung des Vaters

Das Münchener Landgericht hat die Klage gegen einen Hausarzt, der einen Patienten vermeintlich unnötig lange künstlich ernähren ließ, abgewiesen. Gleichwohl attestierte es einen Behandlungsfehler. mehr »

Droht Briten eine zweite Creutzfeldt-Jakob-Welle?

In Großbritannien ist ein Mann an einer ungewöhnlichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung gestorben. Dies nährt Befürchtungen, wonach mehr als 20 Jahre nach der BSE-Krise eine zweite Erkrankungswelle ansteht. mehr »