Ärzte Zeitung, 01.12.2005

Wann wird mit einer Therapie begonnen?

Lesen Sie dazu auch

Symptome sind immer eine Indikation für eine antivirale Therapie gegen HIV. Denn die Therapie verlangsamt die Progression der HIV-Erkrankung unabhängig von der Immunlage und der Viruskonzentration im Blut.

Bei asymptomatischen HIV-Infizierten läßt sich aus Kohortenstudien ableiten, daß trotz eines Behandlungsbeginns bei einer T-Helferzell-Zahl unterhalb von 200 pro Mikroliter Blut Morbiditäts- und Sterberate steigen.

Im Bereich zwischen 200 und 350 T-Helferzellen pro Mikroliter Blut kann die Virusmenge im Blut Entscheidungshilfen liefern. Je höher diese Konzentration ist, umso eindeutiger ist die Behandlungsindikation.

Auch der Trend dreier aufeinanderfolgender Messungen von Virusmenge und der Zahl der T-Helferzellen kann zur Entscheidung helfen. Bei einer T-Helferzell-Zahl zwischen 350 und 500 pro Mikroliter Blut schließlich ist der Therapiebeginn bei hohen Virusmengen im Blut mit Werten zwischen 50 000 und 100 000 HIV-RNA-Kopien zu erwägen.

Lesen Sie auch:

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

Das war der Ärztetag 2017 in Bildern

Das war er nun, der 120 Ärztetag in Freiburg. Unsere Bildergalerie zeigt die schönsten, spannendsten Momente des viertägigen Kongresses. mehr »

Grünes Licht für GOÄ-Reformprozess

Der Deutsche Ärztetag hat den Verhandlungsführern für die GOÄ-Reform am Donnerstagabend grünes Licht für den weiteren Novellierungsprozess gegeben. mehr »