Ärzte Zeitung, 12.01.2005

BUCHTIP

Polymikrobielle Infektionen in der Praxis

Polymikrobielle Erkrankungen können durch viele unterschiedliche aerobe und anaerobe Bakterien verursacht werden. Häufig kommen Mischinfektionen mit Erregern mehrerer unterschiedlicher Arten und Familien vor, etwa bei intraabdominellen und akuten gynäkologischen Infektionen.

Ambulant erworbene Pneumonien wiederum sind fast immer Monoinfektionen, doch kommen als Verursacher verschiedene Keime in Frage. Ambulant heißt, daß der Patient sich die Krankheit in seiner gewohnten Umgebung eingefangen hat, nicht nosokomial, also im Krankenhaus.

Symptome, Diagnostik und Therapie dieser wichtigsten ambulant erworbenen polymikrobiellen Infektionen haben Dr. Volker Schäfer und Privatdozent Klaus-Peter Hunfeld aus Frankfurt am Main in einem kleinem Taschenatlas zusammengefaßt.

Eine übersichtliche Darstellung entsteht dadurch, daß einer Textseite jeweils eine Bildseite gegenübersteht. Die einzelnen Krankheiten sind einheitlich in die Abschnitte Definition und Ätiologie, Symptome, Diagnostik, Komplikationen und therapeutisches Vorgehen gegliedert und inhaltlich auf die wesentlichen Informationen beschränkt. Die Auswahl der Antibiotika orientiert sich an den Empfehlungen der Paul-Ehrlich-Gesellschaft.

An diesen ersten Buchteil schließt sich ein Kapitel über klinische Vergleichsstudien mit dem neu entwickelten Carbapenem Ertapenem an. Dazu gehören ein Abriß zu dessen pharmakologischen und mikrobiologischen Eigenschaften. Ertapenem (Invanz®) )ist ein Breitspektrum-Antibiotikum, das die Erreger ambulant erworbener Infektionen erfaßt, grampositive und gramnegative Aerobier und Anaerobier. Es wirkt rasch, hilft dank der kurzen Behandlungsdauer Kosten sparen und ist einfach anzuwenden: Eine 30minütige Infusion einmal am Tag genügt. (ars)

Volker Schäfer, Klaus-Peter Hunfeld: Ambulant erworbene polymikrobielle Infektionen. Taschenatlas speziell, Thieme-Verlag, Stuttgart, 2004. 128 Seiten, 88 Abbildungen. 24,95 Euro. ISBN 3-13-132861-4

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »