Ärzte Zeitung, 24.01.2008

Antibiotika schützen nicht vor Rezidiv

PHILADELPHIA (hub). Wer auf die Verordnung von Antibiotika zur Rezidiv-Prophylaxe bei Harnwegsinfekten verzichtet, hat gute Gründe für sein Handeln: Denn Antibiotika verhindern keine erneute Infektion.

Das hat eine Studie mit Daten von etwa 75 000 Kindern im Alter von sechs Jahren oder jünger ergeben (JAMA 298, 2007, 179). 611 Kinder hatten einen ersten Harnwegsinfekt, bei 83 von ihnen kam er wieder. Dabei war die Rezidivrate gleich, egal ob Antibiotika zur Prophylaxe gegeben wurden oder nicht.

Allerdings gab es in der Gruppe mit Antibiotika-Prophylaxe häufiger resistente Keime: Die Wahrscheinlichkeit einer Resistenzbildung war hier sogar deutlich erhöht - fast um das Achtfache: Ein eindeutiger Nachteil für die weitere Therapie bei erneuten Rezidiven.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »