Ärzte Zeitung, 09.05.2016

Angola

Fast 300 Tote bei Ausbruch von Gelbfieber

LUANDA. Die Zahl der Toten beim Gelbfieberausbruch in Angola ist auf 277 gestiegen, zudem gibt es mehr als 2100 Verdachtsfälle, teilte die WHO am Freitag mit.

Nach den Angaben ist es weltweit der verheerendste Gelbfieberausbruch seit drei Jahrzehnten. Besonders groß ist die Sorge, dass sich das Virus in der Region Luanda weiter ausbreitet.

Wahrscheinlich hätten infizierte Affen aus umliegenden Wäldern das Virus in die Städte gebracht, so die WHO.

Seit Februar wurden sechs Millionen der rund 24 Millionen Einwohner Angolas geimpft, es gibt jedoch Impfstoff-Lieferengpässe.

In Kongo, Kenia und China traten zudem 51 Gelbfieber-Fälle auf, bei denen Reisende die Krankheit aus Angola eingeschleppt hatten.Gelbfieber-Viren werden wie auch das Zika-Virus durch Aedes-Mücken übertragen.

Die Krankheit kommt vor allem im tropischen Afrika, aber auch in Südamerika vor. Die meisten Fälle verlaufen mild mit grippeähnlichen Symptomen. Gelbfieber kann jedoch auch zu Organversagen führen. (dpa)

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